Themennachmittag "StartUp - Community im Landkreis Cham" im Technologie Campus Cham

Im Rahmen des Jahresprogramms 2025 griff die Akademie Ostbayern-Böhmen mit dem Thema „Start-ups“ am 17. März 2025 im Technologie Campus Cham die Wirtschaftsentwicklung in unserer Grenzregion auf, beispielhaft die Situation im Landkreis Cham. Zur Startup-Community gehören hier die Innovativen Gründer Zentren (IGZ) und der Technologie Campus der TH Deggendorf in Cham. Die IGZ helfen bei der Gründung von Unternehmen, der TC bewirkt durch seine Forschungs- und Bildungsarbeit, dass innovative und kreative Gründerpersönlichkeiten heranwachsen. So leisten beide einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung der Grenzregion.

Welche innovativen wirtschaftlichen Akzente werden derzeit in der oberpfälzisch-bayerischen Grenzregion gesetzt? Dieser Frage widmete sich die Akademie Ostbayern-Böhmen in ihrem Programmjahr 2025 ‚Start-ups‘. Ein Themenabend am TC Cham zeigte auf, dass sich seit ca. 25 Jahren im Landkreis Cham beispielhaft eine StartUp - Community entwickelt hat. Prof.Dr. Matthias Hien, Leiter des TC, stellte den Campus als deren wissenschaftlichen Mittelpunkt vor. Derzeit 890 Studenten aus 39 Nationalitäten werden von acht Professoren, 17 Dozenten und einem Team von Assistenten in vier Studiengängen betreut. Nach Bachelor- und Masterabschlüssen blieb bisher die Hälfte der Absolvierenden in Bayern, insgesamt 75 % in Deutschland. Einen Schwerpunkt bildet seit 2023 der Bereich der Robotik, speziell industrielle Robotik, assistive Robotik und mobile Robotik. Damit sei Cham ein beispielhafter Platz für Gründungsideen. 

 

Prof.Dr. Veronika Fetzer (TH Deg) ergänzte mit dem Hinweis, dass in Cham Lehre und Forschung dem von ihr geleiteten Arbeitsbereich ‚Third Mission‘ ergänzt würden. Ziel sei es hier Forschung und Lehre „in die Breite zu tragen, sich mit fachfremden Leuten zu vernetzen, Transfers zu ermöglichen, Anreize für Weiterbildung, lebenslanges Lernen und soziales Engagement zu schaffen und schließlich zur regionalen Entwicklung beizutragen“. Unterstützend dabei die Förderprogramme mit kooperierenden Unternehmen. Elementarer Bestandteil der Ausbildung am TC ist es deshalb, unternehmerisches Denken und Handeln zu implementieren und so die jungen Talente weiterzubringen auf dem Weg „von der Idee zum Unternehmen“, was wichtig ist für „die Zukunft und Wettbewerbsfähigkeit der Region“. 

Vorher erhalten sie aber nach MA Lena Gürster am TC einen ‚Gründungsleitfaden‘, bestehend aus den Phasen „Orientierung, Qualifizierung, Inkubation und Wachstum“. Am Ende sollen sie in der Lage sein zu innovativen Dienstleistungen mit hohem Kundennutzen. 

Diese können die Jungunternehmer erbringen im Rahmen des IGZ-Cham, wie dessen Geschäftsführerin und Netzwerkmanagerin Sandra Wanninger abschließend erläuterte. Sie ist direkte Ansprechpartnerin für derzeit 78 Unternehmen an vier Standorten im Landkreis Cham, wo sie auf einer Gesamtfläche von 3800 m² eine umfassende Ausstattung und Beratung zu günstigen Konditionen nutzen können. Das IGZ getragen von neun Gesellschaftern – Städte, Banken, Landkreis – bildet eine wirksame und erfolgreiche Community, beeindruckend durch ihre Wirtschaftsimpulse für den Landkreis Cham und darüber hinaus. 

 

Die Besuchergruppe diskutierte zum Schluss angeregt mit den Referierenden und konnte sich unter der Leitung von Herrn Blume-Nock von der technisch anspruchsvollen Ausstattung in den Laborräumen überzeugen.  

 


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